netzwerk junge ohren
Junge Menschen sind nicht allein als „Publikum von morgen“, sondern die Konzertbesucher der Gegenwart, denen „Konzerte heute live“ als Momente lebendiger (Musik-) Erfahrung nahe gebracht werden sollen. Projekte wie das Programm Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker zeigen mit enormer Strahlkraft, dass Kinder und Jugendliche eine wichtige Zielgruppe für Konzertveranstalter, Kulturorchester und freie Künstler darstellen – auch über Fragen des „Audience Development“ hinaus. Mit guten und vielfältigen Angeboten soll ihnen der Weg zur Musik und ins Konzert eröffnet werden.
Viel Bewegung ist im Feld der konzertbezogenen Musikvermittlung zu vernehmen, neben den großen Häusern setzen auch kleinere Veranstalter und Ensembles mit großem Engagement Akzente in der Entwicklung von Konzerten für ein junges Publikum. Und auch die öffentliche Aufmerksamkeit nimmt den Bereich der Konzerte für Kinder deutlicher wahr. Eine Umfrage der JMD Anfang 2005 unter den deutschen Kulturorchestern zeigte, dass man sich dem Thema konstruktiv annähert, die Praxis jedoch zahlreiche Schwierigkeiten aufwirft, die neben der Frage nach qualitativen Gesichtspunkten häufig in der Überforderung bestehender Infrastrukturen und reduzierten Ressourcen besteht.
Seit November 2007 stellt sich der von der JMD und der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) initiierte internationale Verein netzwerk junge ohren den Praktikern in diesem anspruchsvollen und komplexen Arbeitsfeld als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Als professionelles Netzwerk setzen sich die „jungen ohren“ für die Förderung und Verbreitung sowie für die Qualitätssicherung von Aktivitäten im Bereich Musikvermittlung ein und wollen künftig Institutionen, Organisationen, Initiativen, Verbände und Aktive aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in einem lebendigen Fachportal zusammenführen, um Netzwerkstrukturen aufzubauen und Synergieeffekte nutzbar zu machen.
Gründungspartner sind neben der DOV und JMD die Deutsche Phonoakademie, der Deutsche Musikverleger-Verband, der Verband deutscher Musikschulen, der Schweizerische Musikerverband, die Sektion Musik der Kulturgewerkschaft Österreich sowie die Landesmusikakademie Berlin.
