Würth-Preis der JMD 2009

Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland 2009

Arab-Jewish Youth Orchestra Israel

Würth-Preis der JMD 2009
Mitglieder des des Orchesters spielten bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin. Foto: M. Darchinger

Der mit 20.000 € dotierte Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) wurde am Montag, 29.06.2009 in Berlin an das Arab-Jewish Youth Orchestra verliehen. 

Stellvertretend musizierten fünf Orchestermitglieder und gaben einen Eindruck vom ungewöhnlichen Klang des Orchesters, das durch Elemente sowohl der jüdischen als auch der arabischen Musiktradition eine ganz neue musikalische Ästhetik prägt. Die ungewöhnliche Quintett-Besetzung Geige, Oud, Kanoon, Klarinette und Percussion beeindruckte die rund 150 geladenen Gäste.

Mehr Musik, weniger Konferenzen

Würth-Preis der JMD 2009
Katrin Göring-Eckardt in ihrer Laudatio: Metapher für kulturelle Vielfalt ohne Diskriminierung. Foto: M. Darchinger

In ihrer Laudatio hob die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Katrin Göring-Eckardt den Beitrag des Orchesters zum Friedensprozess im Nahen Osten hervor: "Musik kann Festgefahrenes in Bewegung bringen, eine Dynamik erzeugen, wo alles blockiert scheint. 25 junge jüdische und arabische Israelis musizieren in diesem Orchester gemeinsam und entwerfen so im Kleinen ein Modell für die israelische Gesellschaft der Zukunft. Für eine Gesellschaft, in der gegenseitige Ressentiments, Vorbehalte und Vorurteile zwischen den muslimischen und den jüdischen Bewohnern des Landes verschwinden."

„Wo alle Diplomatie immer wieder von der Sprache der Waffen übertönt wird, beweist das Arab-Jewish Youth Orchestra, dass Musik ein freies Gebiet ist, auf dem sich die Angehörigen beider Kulturen friedlich und erfolgreich begegnen und ein beglückendes gemeinsames Ergebnis erschaffen können“, so JMD-Präsident Dr. Hans-Herwig Geyer, der gemeinsam mit Prof. Dr. hc. mult. Reinhold Würth die Auszeichnung an den Gründer des Orchesters, Dr. Meir Wiesel, überreichte. „Die Förderung der musikalischen Jugend in der Welt und der Jugend überhaupt kann man nicht hoch genug einschätzen, denn sie schafft auf Dauer Frieden", so Dr. Reinhold Würth.

Foto oben (v.l.): Katrin Göring Eckardt, Meir Wiesel, Reinhold Würth, Hans-Herwig Geyer

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Letzte Änderung am Mo, 23.01.2012