Johannes Freyer
Präsident der JMD
Der Spirit ist ansteckend
Als ich mit 19 Jahren im Weikersheimer Opernorchester als Kontrabassist antrat, konnte ich nicht ahnen, was für eine Bedeutung diese erste Begegnung mit der JMD für mein ganzes Leben haben würde. Und natürlich zog mich dieser besondere, magisch-wunderbare Ort wie tausende Andere vor mir sofort in seinen Bann: das majestätische Schloss, aus deren Räumen überall Musik quillt, die Stadt Weikersheim voller liebenswert großer Kleinheit, die tiefen Diskussionen bei Spaziergängen im Schlosspark, wo aus Musikbetrachtungen schnell Weltentwürfe wurden.
Kurz darauf begann ich meinen 24-monatigen Zivildienst im Schloss – als letzter Zivi, der noch in den Arkaden wohnen durfte. Das Generalsekretariat wurde meine Wahlfamilie, Kolleginnen und Kollegen zu Vertrauten, Freundschaften zu Lebenslinien, die bis heute tragen.
Vier Winter lang begleitete ich später das Weltorchester der Jeunesses Musicales auf seinen Europatourneen. Dort lernte ich, wie mühelos sich junge Menschen aus über fünfzig Nationen verbinden, wenn sie gemeinsam musizieren: friedlich, neugierig, freundschaftlich. Musik als gemeinsame Muttersprache.
Bis heute verdanke ich der JMD unzählige wundervolle Begegnungen - bei Kursen, in Gremien, auf Tagungen, national und international, allen Alters, immer auf Augenhöhe, immer mit größtmöglicher Offenheit und Respekt und mit dem zugewandten Interesse echter menschlicher Verbundenheit. Viele davon sind zu echten Freunden geworden, die mich bei wachsenden Aufgaben im Leben begleitet haben und begleiten.





